Maria

„Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.“

Weihnachtsgeschichte, Lukas 2,19

 

 

Maria ist sprachlos und überwältigt vor Glück. Die Geburt eines Kindes ist ein unfassbares Geschenk; und für die Gefühle, die da in einem Purzelbäume schlagen, gibt es einfach nicht die passenden Worte – und in diesem Moment stimmt der Satz: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen“.

Es ist so viel in Marias Leben geschehen – und das alles in so kurzer Zeit. Maria hat ihre Herzenstür geöffnet und Gott in sich wohnen lassen. Gott nimmt Raum ein in Marias Leben und damit beginnt in ihr und für sie eine neue Zeitrechnung. Maria spürt plötzlich, dass nur Stille und Vertrauen ihr die Kraft geben, den Alltag zu bestehen. Und dass es entscheidend ist, wie Gott den Menschen einschätzt. Gott hat Maria auserwählt. Sie ist selig, weil sie geglaubt hat, dass in Erfüllung gehen wird, was ihr Gott durch den Engel gesagt hat. Maria ist die glaubende und vertrauende Frau. Sie hört auf die leisen Stimmen des Engels in ihr. Sie traut den Verheißungen Gottes. Sie ist erfüllt von der Liebe Gottes.

Sie ist Gott auf so unterschiedlichste Weise ganz nahe gekommen:

bei der Ankündigung der Geburt Jesu durch den Erzengel Gabriel,

bei der Begegnung mit Elisabeth, die Johannes den Täufer unter ihrem Herzen trug;

während der ganzen Reise nach Bethlehem,

während der Geburt und danach im Stall, als die Hirten und Könige ihrem Kind die Ehre erwiesen…

Maria, die von Gott auserwählte, einfache, junge Frau erlebt wie sich Himmel und Erde begegnen; wie Gott in ihr Leben tritt und ihr Herz erobert.

 

 

Lied: „Stille Nacht, heilige Nacht“

  1. Stille Nacht, heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht nur das traute, hochheilige Paar. Holder Knabe im lockigen Haar, schlaf in himmlischer Ruh, schlaf in himmlischer Ruh.

Ev. Gesangbuch, Nr. 46,1

 

 

 

Maria bewahrte alle Worte,

die über ihr Kind gesagt wurden,

tief in ihrem Herzen.

Was bewegt unser Herz?

Was sind unsere Sehnsüchte?

Gott verspricht, uns zu geben,

was wir brauchen.

Er wünscht sich von uns,

dass wir ihm vertrauen.