Kamel

„Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles,

was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.“

Weihnachtsgeschichte, Lukas 2,20

Die Tiere, die als letzte das Wunder der Weihnacht mit eigenen Augen sehen, sind die Kamele; die Wüstenschiffe. Sie hatten den weitesten Weg und vielleicht auch die unklarste Vorstellung von dem, was sie in dem fernen Land erwartet.

Als kleine Karawane zogen sie durch die kühlen Wüstennächte. Über den Kamelen leuchtete der Sternenhimmel und unter ihnen schimmerte silbriger Sand, so weit das Auge reichte. Die Reiter beobachteten den Sternenhimmel und die Tiere wunderten sich, wie zielstrebig sich die Karawane den Weg bis nach Bethlehem bahnte.

Dass das Ziel ihrer Reise ein alter Stall war, verwunderte sie schon. Schließlich haben sie Geschenke für einen König transportiert. Aber als sie in die Gesichter ihrer Reiter schauten, war ihnen klar, dass sie trotz des ärmlichen Stalls diesen König gefunden hatten. Denn an dem Leuchten in ihren Augen konnten sich die Kamele kaum satt sehen.

 

Lied: „Hört der Engel helle Lieder“

  1. Hört, der Engel helle Lieder klingen das weite Feld entlang, und die Berge hallen wider von des Himmels Lobgesang: Gloria in excelsis Deo. Gloria in excelsis Deo.

Ev. Gesangbuch, Nr. 54,1

 

Wie die drei Weisen

begeben wir uns auf die Suche,

brechen auf in Unbekanntes,

verlassen Altvertrautes,

hoffen, unser Heil zu finden.

Schritt für Schritt gehen wir voran,

federnd leicht,

wenn wir den Weg gut erkennen,

ängstlich, verzagt,

wenn uns Dunkelheit umfängt.

Dann leuchtet der Stern,

der uns leitet,

am hellsten.

Dann dürfen wir

vertrauensvoll weitergehen,

denn der Schöpfer der Sterne

lässt uns niemals fallen.