Jesuskind
„Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind
in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.“
Weihnachtsgeschichte, Lukas 2,12

Im Wunder der Weihnacht erkennen wir: Wir sind mehr als das, was wir uns selbst geben können. Jeder von uns ist erwartet. Jeder einzelne ist wertvoll. Gott selbst wartet auf uns, um uns aufzurichten, damit wir wahrhaft leben.

Lied: „Ich steh an deiner Krippen hier“
1. Ich steh an deiner Krippen hier, o Jesu, du mein Leben; ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben. Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin und laß dir’s wohlgefallen.
Ev. Gesangbuch, Nr. 37,1

Ich habe mich auf den Weg gemacht:
Wie einer der Könige suchte ich
nach einem Lichtpunkt am dunklen Himmel.
Wie einer der Hoffnungslosen suchte ich
nach einem Funken Hoffnung in dieser Welt.
Wie einer aus der Verlorenheit suchte ich
ein Zuhause bei Gott.

Ich suchte Gott bei den Menschen
und fand
einen Blick, der mich verstand,
und fand
eine Hand, die mich suchte,
und fand
einen Arm, der mich umfasste,
und fand
einen Mund, der zu mir JA sagte.

Ich fand Gott nach langem Suchen:
sehr arm,
nicht mächtig,
nicht prächtig,
sehr bescheiden, alltäglich,
als Kind in der Krippe,
nackt, frierend, hilflos,
mit einem Lächeln durch die Zeiten;
das erreichte mich in meinen Dunkelheiten.
Gott fing ganz klein an –
auch bei mir.
Uwe Seidel