Himmlische Heerscharen

„Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen,
die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden
bei den Menschen seines Wohlgefallens.“
Weihnachtsgeschichte, Lukas 2,13-14

Wenn wir Engel, die direkten Boten Gottes, erscheinen, dann handelt es sich um einen heiligen Augenblick. Da sind Angst und Freude, Furcht und Zuversicht gleichzeitig spürbar. Und eine Energie erfüllt den Raum. Wenn wir Engel singen wird die Liebe Gottes hörbar. Das erfüllt die Menschen mit tiefer Dankbarkeit und uns himmlische Heerscharen mit unsagbarer Freude…
Und was war das für ein Spaß! Da haben die Hirten plötzlich ganz große Augen gemacht, als wir da vor ihnen erschienen. Diesmal durften wir alle dabei sein. Die Geburt des neuen Königs zu verkündigen, das hält niemanden auf seiner Wolke – da wollen alle dabei sein! Und so jubelt und singt der ganze Himmel, alle Engel dürfen mitfeiern. Die himmlischen Heerscharen verkünden in allen Landen, was Gott den Menschen kundtun möchte: Gott kommt zur Erde, seine Liebe zu den Menschen wird sichtbar und greifbar in einem kleinen Kind, das zum König der Welt wird.
Und unser Gesang? der war…einfach göttlich…und unsere Botschaft so wundervoll…und was haben sie ungläubig geschaut, dass wir ausgerechnet zu den Hirten gekommen sind, um sie als allererste über die Geburt des Gottessohnes zu informieren…
Sie wollen einfach nicht begreifen, dass Gott alle Menschen liebt und im Blick hat. Und dass es Gott eine ganz besondere Freude bereitet, gerade den armen und benachteiligten Hirten zu allererst die frohe Botschaft zu verkünden. Das ist mehr als Psychologie – das ist wahre Liebe!

Lied: „Fröhlich soll mein Herze springen“
1. Fröhlich soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen. Hört, hört, wie mit vollen Chören alle Luft laute ruft: Christus ist geboren!
Ev. Gesangbuch, Nr. 36,1

„Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht“
Jesaja 9,1

Der 13.Dezember ist der Luciatag
Die heilige Lucia („die Lichtbringerin“) lebte um 300 n.Chr. in Sizilien. Die Legende erzählt, dass Lucia die Christen, die sich vor Verfolgung, Verhaftung und Gewalt fürchteten, in ihren Verstecken mit Lebensmitteln versorgte. Dabei trug sie einen Lichterkranz auf dem Kopf, um die Hände frei zu haben. So brachte ihr Licht den Menschen Freude, neuen Mut und Hoffnung. Lucia selber musste später für ihren Glauben an Jesus sterben.
Bis heute erzählen sich die Menschen am Luciatag ihre Geschichten und werden selbst zu Lichtbringern, wenn sie Kerzen ins Fenster stellen oder mit einem Lächeln oder Freundlichkeit andere zum Strahlen bringen. Manche tragen auch Lichter von Haus zu Haus.