Der mitfühlende Wirt
„Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln
und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.“
Weihnachtsgeschichte, Lukas 2,7

Bethlehem ist überfüllt. Die Stadt platzt aus allen Nähten. Es gibt einfach kein Fleckchen mehr, wo man noch Unterschlupf finden könnte. Und mit der Zeit nervt es und zehrt es an den Nerven, wenn immer wieder Leute kommen, die nach einem Bett, einer Unterkunft, einer Bleibe fragen. Es ist alles voll – wirklich – aber trotzdem…Es gibt Menschen, die können einfach nicht Nein sagen; die machen Unmögliches möglich, da siegt das Herz über den Verstand…und so öffnet der Wirt seinen Stall…

Lied: „Kommet ihr Hirten, ihr Männer und Fraun“
2. Lasset uns sehen in Bethlehems Stall, was uns verheißen der himmlische Schall; was wir dort finden, lasset uns künden, lasset uns preisen in frommen Weisen. Halleluja!
Ev. Gesangbuch, Nr. 48,2

Perspektivwechsel

Advent heißt Warten
Nein, die Wahrheit ist
Dass der Advent nur laut und schrill ist
Ich glaube nicht
Dass ich in diesen Wochen zur Ruhe kommen kann
Dass ich den Weg nach innen finde
Dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt
Es ist doch so
Dass die Zeit rast
Ich weigere mich zu glauben
Dass etwas Größeres in meine Welt hineinscheint
Dass ich mit anderen Augen sehen kann
Es ist doch ganz klar
Dass Gott fehlt
Ich kann unmöglich glauben
Nichts wird sich verändern
Es wäre gelogen, würde ich sagen:
Gott kommt auf die Erde!

…und nun lesen Sie den Text von unten nach oben!